Wenn Sie Ihre Beschwerden lieber mittels Homöopathie angehen wollen, haben wir Ihnen hier einige wirkungsvolle Vorschläge:
>>> HAMETUM Mono Zaepfchen
Enthalten als Wirkstoff Blätter und Rinde der Zaubernuss (Hamamelis). Deren Gerbstoffe ziehen die Oberfläche von Schleimhäuten zusammen und dichten feine Blutgefäße ab. Sie wirken weiterhin leicht örtlich betäubend und juckreizstillend. Auch laut Stiftung Warentest sind diese Zäpfchen deshalb zur Behandlung von Hämorrhoiden geeignet!
Inhaltstoffe:
- Hamamelisblätter Fluidextrakt, (0,5:1), Auszugsmittel: Ethanol 60% (V/V) – 400 mg
Anwendung:
- Juckreiz, Nässen und Brennen im Bereich des Darmausgangs
- Hämorrhoiden
- Einrisse in die Schleimhaut im Bereich des Darmausgangs
- Ausschlag im Bereich des Darmausgangs
Dosierung:
- 2mal täglich 1 Zäpfchen
- Bei stärkeren Beschwerden können die Zäpfchen zeitweise auch häufiger angewendet werden.
>>> Schüssler Salze:
Bei blutenden, schmerzhaften und brennenden Hämorrhoiden empfiehlt sich vor allem: Aesculus D6 mit Hamamelis D6.
Besonders hat sich auch bei hervortretenden und stark geröteten Hämorrhoidalknoten Lachesis D12 bewährt.
Hämorrhoiden bei Stuhlverstopfung mit Afterrissen und Blutungen: Nux vomica D8
Bei lang anhaltenden chronischen Hämorrhoiden, die nässen, jucken und brennen, nimmt man über einige Tage je 5 Kügelchen Sulfur D12.
Beachten Sie auch unsere
Hausmittel gegen Hämorrhoiden.
Sitzbäder können die Beschwerden lindern – wir haben Ihnen einige Vorschläge zusammengestellt.
- Machen Sie kalte Sitzbäder mit Kräuterextrakten, z.B. mit Arnikaextrakt, nehmen Sie Rosskastanienextrakt bei starken Schwellungen oder Hamamelisextrakt bei blutenden Hämorrhoiden. Verrühren Sie die Extrakte mit kaltem Wasser und setzen Sie sich in die Flüssigkeit.
Wiederholen Sie diesen Vorgang mindestens morgens und abends. Gerne empfehlen wir Ihnen folgende Produkte:
Arnika Essenz:
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Hamamelis Essenz:
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Der am meisten vernachlässigte Muskel im Körper ist der Beckenboden. Dabei stützt er alle inneren Organe, beeinflusst Haltung, Atmung und wirkt sich auf Sexualität und Geburt aus. Aber wer denkt, dass diese Muskulatur eine rein weibliche Domäne wäre, die nur durch Schwangerschaft und Niederkunft in Mitleidenschaft gezogen wird, liegt falsch. Allgemeine Bindegewebsschwäche, Übergewicht, extreme Belastungen durch falsches Heben oder auch hormonelle Veränderungen können ein Nachlassen der Grundspannung des Beckenbodens verursachen. Übrigens auch bei Männern, zum Beispiel nach einer Prostataoperation.
Aber jetzt ist Schluss mit der ständigen Angst vor Blasenschwäche, Hämorrhoiden und dem Gefühl, nach unten alles zu verlieren. Denn Heike Höfler zeigt mit dem Beckenbodentraining, wie Frauen und Männer effektiv an ihrer unbekannten Körpermitte arbeiten können, um die Muskulatur des Beckenbodens zu kräftigen und wieder eine natürliche Grundspannung aufzubauen. Denn dadurch können gesundheitliche Probleme wie Senkungsbeschwerden, Inkontinenzerscheinungen und sogar Rückenschmerzen erfolgreich gelindert und die sexuelle Empfindungsfähigkeit gesteigert werden. Das Buch bietet interessante Informationen zu anatomischen Grundlagen des Beckenbodens und gibt genau Auskunft darüber, warum das Training dieser Muskeln vielen körperlichen und psychischen Beschwerden vorbeugen kann.
Nur bei sehr leichten Formen sollten Sie Hausmittel gegen Hämorrhoiden anwenden, bei ernsthaften Beschwerden ist der Gang zu einem Arzt unvermeidlich!
- Vermeiden Sie zu scharfes Essen!
- Trinken Sie viel, mindestens 2 Liter täglich!
- Essen Sie viele Ballaststoffe!
- Achten Sie auf regelmäßigen Stuhlgang!
- Pressen Sie auf der Toilette nicht zu stark!
- Verwenden Sie weiches Toilettenpapier!
- Waschen Sie sich nach dem Stuhlgang mit warmem Wasser!
- Bewegen Sie sich regelmäßig (Rad, Schwimmen, Wandern, Joggen)!
- Verwenden Sie bei langem Sitzen ein Sitzkissen!
- Trainieren Sie Ihren Beckenboden!
- Machen Sie Sitzbäder!
- Verwenden Sie rechtzeitig Medikamente!
Halten Sie sich wenn möglichst an diese Hausmittelchen – Sie werden gute Chancen haben, Hämorrhoiden vorzubeugen.
Hämorrhoidektomie: Es gibt mehrere recht unterschiedliche Hämorrhoidektomie-Techniken, die jeweils nach ihren Erfindern benannt sind. Von Bedeutung sind darunter vor allem die Verfahren mit offener Wundheilung nach Milligan-Morgan, gelegentlich auch Dreizipfelmethode genannt oder auch die Methode nach Parks. Zur Rekonstruktion des Analkanals, wie sie bei nach außen fixierten Hämorrhoiden des 4.Grades gelegentlich erforderlich ist, wird meist nach Fansler-Arnold vorgegangen. Alle Verfahren werden bei Vollnarkose durchgeführt und erfordern in der Regel einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt (stationär). Die Heilzeit von mehreren Wochen verläuft schmerzhaft.
Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo: Ein weniger schmerzhaftes geschlossenes Verfahren, bei dem unter Anwendung eines speziellen Operationsgeräts (Stapler) die Analhaut geliftet wird. Für Hämorrhoiden des 3. Grades hat sich diese Technik bereits weit verbreitet. Die Hämorrhoiden werden hierbei nicht wie bei der konservativen Operation weggeschnitten, es wird lediglich ein zwei bis drei Zentimeter breiter Streifen aus der schmerz-unempfindlichen Mastdarmschleimhaut entfernt – diese Vorgehensweise unterbricht die Blutzufuhr zu den Hämorrhoidalknoten.
Dopplergesteuerte Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur (HAL) nach Morinaga: Ein 1995 erstmals vorgestelltes, minimal-invasives Verfahren für Hämorrhoiden 2. und frühen 3. Grades, bei dem kein Gewebe entfernt, sondern lediglich die Versorgungsarterien der Hämorrhoiden abgebunden werden. Die Gefäße werden dabei mit einer speziellen Ultraschallsonde (Doppler-Proktoskop) gezielt aufgesucht. Dadurch beginnen die Hämorrhoidalknoten allmählich zu schrumpfen. Etwas höhere Rezidivquote.
Transanale Hämorrhoiden-Desarterialisation (THD): Eine seit 2000 von P. P. Dal Monte in Bologna durchgeführte Methode, die die HAL-Methode um zusätzliche Nähte ergänzt, die den Hämorrhoidalknoten in den Analkanal zurückziehen. Beim Schrumpfen des Knotens soll sich derselbe Erfolg erzielen lassen, wie durch die Naht der Longo-Operation.
Bei Hämorrhoiden 1. und 2. Grades versucht man durch kleinere ambulante Eingriffe eine Operation zu vermeiden, oder zumindest einige Jahre aufzuschieben. Dazu greift man unter anderem zu folgenden Behandlungsmethoden:
Verödung: Kleinere Hämorrhoidalknoten werden mit einem rohrförmigen Gerät festgehalten und es wird eine spezielle Flüssigkeit eingespritzt. Die dadurch verursachte Entzündungsreaktion soll über eine darauf folgende Vernarbung lokal den Blutfluß vermindern, die Hämorrhoiden schrumpfen lassen und die Hämorrhoidalknoten auf der Unterlage fixieren. Das relativ einfache und kostengünstige Verfahren wird in der Regel in mehreren Teilbehandlungen im Abstand von zirka 4 bis 6 Wochen durchgeführt und verläuft normalerweise völlig schmerzlos. Es besteht eine geringe Gefahr der Bildung von Nekrosen, vor allem bei schlechter Injektionstechnik. Die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes Auftreten ist groß (hohe Rezidivquote).
Infrarotbehandlung: Mit Hilfe eines Infrarotlichtgerätes wird Gewebe an mehreren Stellen am Ursprung der Hämorrhoide stark erhitzt. Das Gewebe verschorft und bildet sich zurück. Die Behandlung verursacht für gewöhnlich keine Schmerzen. Es kann jedoch auch hier zur Nekrosenbildung kommen. Die Rezidivquote ist hoch.
Gummibandligatur: Der Knoten wird durch ein darüber gestülptes Gummiband abgeklemmt (Ligatur) und fällt in den folgenden Tagen ab. Dies ist die am häufigsten gewählte Behandlung von Hämorrhoiden 2. Grades. Die Rezidivquote ist noch relativ hoch. Risiken der meist harmlosen Behandlung bestehen bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (Nachblutung) und Latex-Allergie (selten auch schwerwiegende, allergische Reaktionen) sowie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Fistelbildung) und HIV-Infektion (Infektionen).
Vereisung: Mit Hilfe von Lachgas oder flüssigem Stickstoff werden die Knoten bei minus 90 Grad Celsius eingefroren. Ab einer Behandlungszeit von drei Minuten stirbt dabei das Gewebe ab. Nach ungefähr zwei Wochen wird es dann abgestoßen. Die meisten Ärzte sehen die Methode aber aufgrund des schwer zu kontrollierenden Ausmaßes der Kältewirkung heute als veraltet an.
In frühen Stadien der Erkrankung kann eine deutliche Besserung bereits eintreten, wenn auf faserreiche Nahrung (Ballaststoffe), körpergerechtes Stuhlverhalten und die richtige Hygiene umgestellt wird. Das ist aber nur bei Hämorrhoiden 1. und allenfalls frühen 2. Grades ausreichend.
Die Beschwerden können durch lauwarme Sitzbäder mehrmals am Tag und milde Stuhlaufweicher gelindert werden. Noch effektiver bessern sich die Symptome durch Verwenden von Salben, Zäpfchen oder Analtampons (Zäpfchen mit Mulleinlage).